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Nach dem anschaulichen und ausführlichen Gastbeitrag zum WordPress Update geht es direkt weiter mit einem Expertenbeitrag von der SEO-Expertin Barbara Schmid. Viel Spaß beim Lesen!

Das Thema Suchmaschinenoptimierung löst immer wieder die unterschiedlichsten Reaktionen aus: Immer mehr Menschen erkennen die Notwendigkeit, wagen sich jedoch nicht so recht heran. Andere wiederum negieren das Thema völlig, gehen davon aus, dass das alles völlig übertrieben ist und ein „Ausnutzen“ von Kunden. Zum Glück gibt es inzwischen auch immer mehr Websites, bei denen das Thema erfolgreich umgesetzt wird. Dies ist mir alles schon begegnet und ich möchte daher gern ein paar grundlegende Dinge klären.

Die SEO Grundlagen

Man kann unglaublich viel mit SEO erreichen, oft sehe ich aber Seiten, denen Grundlagen fehlen, um überhaupt gefunden zu werden. Bevor es an ausgefeilte Keyword-Listen geht (auf die SEO leider oft reduziert wird), rate ich immer dazu, sich erst einmal Gedanken um die folgenden Punkte zu machen, die für mich zu dem großen „SEO-Puzzle“ unbedingt dazu gehören:

1. Sicherheit

Eine sichere Website ist ein Basic, das nicht unterschätzt werden darf: Ein SSL-Zertifikat ist inzwischen Standard und bei vielen Hosting Paketen schon inkludiert – ansonsten muss es „nachgerüstet“ werden. Eine Website ohne Verschlüsselung wird von immer mehr Browsern als „nicht sicher“ angezeigt. Und wie hoch ist da wohl schon die Absprungrate?

Eine funktionierende Datensicherung ist zwar für den Besucher nicht unmittelbar erkennbar, aber wenn es mal zu einem Problem auf der Website kommt, ist es wichtig, die Seite so schnell wie möglich wiederherzustellen.

2. Domain / Webhosting

Mach dir Gedanken darüber, wie deine Domain heißen soll: An dieser Stelle ein Keyword unterzubringen ist schön, aber bitte nicht um jeden Preis! Wichtiger ist meines Erachtens, dass die Adresse nicht zu lang wird und daher auch leicht zu merken ist. Das macht die mündliche Empfehlung leichter und auch Schreibfehler schleichen sich nicht so schnell ein. Prüfe auch, ob der Name auf Social Media in passender Form verfügbar ist.

Wähle das Webhosting auf keinen Fall nur nach dem Preis aus! Ein gutes Angebot enthält auch eine gute Leistung zu Ladezeit, Komprimierung, Datensicherung und, auch ganz wichtig, Support.

3. Ladezeit

Die Ladezeit ist ein wichtiger Rankingfaktor! Eine Website, die länger als 2-3 Sekunden braucht, bis sie sich aufgebaut hat, lässt die Besucher vorzeitig abspringen. Gerade bei mobiler Abfrage und einer langsamen Verbindung kann das die Absprungrate deutlich erhöhen. Einen allerersten Eindruck über die Ladezeit deiner Website bekommst du bei Pagespeed Insights* (Desktop und Mobil).

4. Responsive Design

Prüfe, wie deine Website auf Smartphone und anderen Mobilgeräten aussieht. Die Darstellung dort ist völlig anders und auch dies hat inzwischen als Rankingfaktor an Bedeutung zugenommen! Immer mehr Menschen greifen mobil auf Websites zu und daher ist es wichtig, dass alles lesbar ist (Schriftgröße, Zeilenumbrüche, Abstände) und auch funktioniert.

5. Der 1. Eindruck

Der 1. Eindruck entscheidet darüber, ob ein Besucher auf deiner Website bleibt oder sofort wieder verschwindet. Du hast also nur Sekunden, um ihn dort einzuladen, abzuholen, zu informieren und die „Verweildauer“ zu erhöhen.

Dabei hilft es sehr, sich erst einmal Gedanken darum zu machen, wen du eigentlich auf deiner Website haben willst. Damit meine ich nicht unbedingt, sich ein bis zur letzten Kleinigkeit ausgearbeitetes Kundenprofil zu erstellen: Überlege dir, wie du wirken möchtest. Wer passt zu dir? Wer mag deinen Auftritt? Es bringt dich nicht weiter, dich zu verbiegen und damit Leute anzuziehen, die gar nicht mit deiner Art klarkommen. Gemeinsame Projekte haben nur eine Chance, wenn die Chemie stimmt.

Wenn du dir darüber klar geworden bist, wählst du ein passendes Design für deine Website. Welches Design wird deine Wunschkunden ansprechen? Welche Farben passen zu deinem Thema (und zu dir)? Passen die Schriften dazu? Nichts ist in „Stein gemeißelt“, verwende daher nicht zu viel Zeit – Grundlagen schaffen und im Laufe der Zeit kannst du dann feinjustieren.

 

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6. Struktur

Ein logischer Aufbau macht die Seite für deine Leser (und die Suchmaschinen) komfortabel und benutzerfreundlich. Plane die URL-Struktur deiner Seiten und Beiträge: Auch hier sollte das Ganze übersichtlich und nicht zu lang sein. Lege den Aufbau des (oder der) Menüs fest und versuche eine allzu komplizierte Verschachtelung der Menüpunkte zu vermeiden. Sinnvoll ist meist die Kombination aus einem Header- und Footermenü – falls dies nicht möglich ist, kann auch ein fixiertes Menü eine Lösung sein.

Wenn die Website wächst und mit Inhalten gefüllt wird, solltest du auf eine gut strukturierte, interne Verlinkung achten. Durch die Weiterleitung auf weitere, informative Inhalte kannst du erreichen, dass sich die Besucher länger auf deiner Website aufhalten. Die höhere Verweildauer wirkt sich mal wieder positiv auf das Ranking aus, denn auch die Suchmaschinen erkennen das und gehen dadurch davon aus, dass dort wertvolle, informative und empfehlenswerte Inhalte zu finden sind.

7. Sichtbarkeit

Oft werde ich gefragt, warum eine Website „nicht gefunden“ wird, also gar nicht in der Suche bei den Suchergebnissen erscheint. Dies kann mehrere Gründe haben, die einfachste Lösung (und auch die häufigste) ist, dass die Website einfach noch nicht von den „Robots“ der Suchmaschine besucht wurde und daher noch nicht in den Index aufgenommen ist. Dies geht zwar meist relativ schnell, aber um das Ganze zu beschleunigen, kannst du eine Sitemap bei der Google Search Console einreichen.

Manchmal ist auch einfach vergessen worden, dass nach der „Baustellenzeit“ die Indexierung erlaubt werden muss. Bei WordPress Websites ist die entscheidende Stelle unter „Einstellungen > Lesen“ zu finden:

8. Backlinks

Langfristig ist der Aufbau von Backlinks wichtig: Je bekannter deine Website wird, desto besser für das Ranking. Hier sind die Zeiten jedoch längst vorbei, in denen man sich für unendlich viele Webverzeichnisse registriert hat. Viel besser ist ein stetiger Aufbau von Backlinks von themenrelevanten Websites. Hier gibt es viele Möglichkeiten, die deiner Website (und auch der deiner Kollegen, Kunden etc.) Mehrwert bieten. Baue dein Netzwerk aus und schreibe Gastbeiträge (und lade im Gegenzug natürlich auch andere auf deinen Blog ein). Interviews, Testimonials, Engagement in Foren sind weitere Möglichkeiten – sei kreativ und werde auch hier sichtbar!

9. SEO-Plugin

Der Einsatz eines SEO-Plugins ist auf jeden Fall eine gute Unterstützung, wenn deine Website mit WordPress erstellt ist. Es hilft dir dabei, die wichtigsten Einstellungen vorzunehmen, ersetzt aber keine Keyword-Recherche – nimmt dir also die Arbeit leider nicht ab. Hier wird meist das WordPress Plugin Yoast SEO* genutzt, dass nach dem „Ampelsystem“ arbeitet. Das ist einfach und leicht verständlich, sollte allerdings auch nicht überbewertet werden.

10. Statistik

Nutze Statistik Tools für deine Website: Die Google Search Console sollte auf jeden Fall angebunden werden, da sie ein paar wirklich großartige Funktionen mitbringt. Das Einreichen der Sitemap hatte ich schon erwähnt, aber auch Informationen zu Suchbegriffen, Links, Problemen, Leistung etc. werden dir hier ausgeworfen.

Die Sache mit Google Analytics ist durchaus sinnvoll, da die Statistiken sehr detailliert und umfangreich sind. Hierbei muss natürlich alles ordentlich, also datenschutzkonform, eingebunden werden.

 

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Meine extra Tipps:

  • Versetze dich in den Leser hinein, dann hast du schon eine Menge in Sachen SEO richtig gemacht
  • „Verbiege“ dich nicht – nur so findest du die Besucher, Leser und Kunden, die wirklich zu dir passen
  • Auch wenn man immer wieder Zahlen rund um die Mindestwortanzahl von Beiträgen findet: Inzwischen habe ich immer wieder gehört und gelesen, dass die Anzahl allein nicht der Grund für ein besseres Ranking ist. Viel wichtiger ist, dass der Inhalt die Frage deiner Besucher bestmöglich beantwortet.
  • Leider unvermeidbar: Geduld und Regelmäßigkeit
  • Weitere Informationen rund um Websites und SEO findest du auf meiner Website und regelmäßig auch in meinem Newsletter.

*Unbezahlte Werbung wegen Namensnennung

Über Barbara Schmid

Virtuelle Assistentin

Barbara hat sich auf die Schwerpunkte Website Erstellung, SEO, Onlinekurse und Beratung rund um die Sichtbarkeit spezialisiert. Für mehr Sichtbarkeit und Wunschkunden durch Planung und Gestaltung einer Website oder durch Optimierung einer bestehenden Business-Website.

Die Kombination aus einer Ausbildung zum Schriftsetzer, einem Studium zum Drucktechniker sowie jahrelanger Erfahrung im Bereich Website Erstellung ermöglicht, dass Projekte sowohl technisch als auch gestalterisch angegangen werden können.

 

Vielen Dank für den verständlichen Einstieg in die Suchmaschinenoptimierung, liebe Barbara!

Hast Du bereits alle Tipps umgesetzt?

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