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Pinterest ist eine visuelle Suchmaschine, die ihre Nutzer mit Hilfe von ansprechenden Grafiken inspirieren möchte. Für Dein Business ist Pinterest ein Trafficgarant. Bevor Du jedoch bei Pinterest nun wild darauf lospinnst, solltest Du Dir erstmal Gedanken zu Deiner Pinterest Strategie machen.

Ich habe viele Pinterest Accounts aufgebaut und betreut und habe für Dich die 10 ultimativen Schritte zum Erfolg in diesem Beitrag zusammengefasst. Viel Spaß beim Umsetzen!

#1 Ziel festlegen

Das übergeordnete Ziel von Pinterest Marketing ist, so viele Webseitenbesuche wie nur möglich zu generieren. Nur wer Dich bzw. Deine Webseite kennt, kann bei Dir kaufen.

Genauso wichtig, wenn nicht sogar wichtiger, ist, den nächsten Schritt zu planen und vorzubereiten. Stell Dir bitte Folgendes vor: Der Pinterest Nutzer findet Deinen Pin interessant. Der Pin macht ihn dermaßen neugierig, dass er den Pin anklickt und – juhuu – auf Deiner Webseite landet. Doch was passiert dann? Frag Dich bitte ganz ehrlich, ob klar ist, was der Nutzer als nächstes tun soll.

Wie also soll der Traffic konvertiert werden? Und genau das ist der nächste Schritt! Welches Ziel möchtest Du mit Pinterest Marketing erreichen?

Wenn Du Newsletter-Abonnenten gewinnen möchtest, dann füge in deinen Blogbeitrag Opt-in Formulare ein. Alternativ kannst Du auch ein Pop-up auf der Seite zur Newslettereintragung aktivieren. Auch die Topbar eignet sich dafür, ein Opt-in Formular einzubetten. Wenn Du also Newsletter Abonnenten haben möchtest, dann biete Deinen Besuchern auch die Möglichkeit an, sich für Deinen Newsletter anzumelden.

Oder Du hast einen Salesfunnel, der mit einer Webinaranmeldung beginnt? Dann verlinke im Blogbeitrag zur Webinaranmeldung oder nutze ein Pop-up dafür.

Versetze dich bitte in die Lage des Pinterest Nutzers und verfolge seine Reise. Frag Dich bei jedem Schritt, ob deutlich wird, was Du erreichen möchtest und korrigiere ggfs. nach.

Ein Tipp, den ich Dir noch geben möchte, ist Folgender: Es muss absolut klar sein, was als nächstes getan werden soll. Biete also bitte nicht Newsletter-Formular, Webinaranmeldung und drei weitere Sachen an. Entscheide Dich für ein Ziel und verfolge es. Wenn ein Nutzer überfordert ist, weil ihm 3 Sachen angeboten werden, macht er in den allermeisten Fällen gar nichts.

#2 Nische festlegen

Wenn ich Gespräche mit potenziellen Kunden führe, dann werden mir manchmal Links zu Profilen zugeschickt, die 3 Mio. Betrachter haben mit der Aussage „Das will ich auch!“. Auf den ersten Blick sieht das natürlich so aus, als wäre das Profil sehr erfolgreich.

Die Zahl der Betrachter wird im Pinterest Profil sehr präsent platziert – leider! Denn viele leiten von dieser Zahl den Erfolg des Accounts ab, was jedoch fatal und schlicht falsch ist. Mir ist wichtig, dass diese Nachricht deutlich wird: Die Zahl der Betrachter sagt rein gar nichts darüber aus, wie erfolgreich ein Account ist.

Ein Beispiel: Du hast keinen eigenen Blog, Podcast oder Shop, also keinen eigenen Content. Du richtest aber ein Profil ein und pinnst zu den Themen DIY, Rezepte, Persönlichkeitsentwicklung und Reisen. Ich garantiere Dir, dass Dein Profil durch die Decke schießen wird, weil all die Themen besonders erfolgreich auf Pinterest sind. Die Betrachter werden bei regelmäßigem Pinnen relativ schnell hohe Werte erreichen. Auf den ersten Blick sieht das natürlich von außen sehr erfolgreich aus. Aber auf Deiner Webseite landet deswegen kein einziger Pinterest Nutzer.

Ein erfolgreicher Account ist einer, der viel Traffic generiert und eine hohe CTR (=Click through rate) generiert. Um das zu erreichen, muss Du dem Pinterest Algorithmus erstmal beibringen, welches Thema Du verfolgst und welche Zielgruppe Du erreichen möchtest.

Das erreichst Du, indem Du Dein Profil nischengerecht aufbereitest. Angefangen bei Deinem Profilnamen, über die Boardtitel bis hin zu den Boardbeschreibungen. Nehmen wir mal an, Du bloggst rund um das Thema Nachhaltigkeit. Dann sollten die Pinnwände Deines Profils auch nur dieses Thema aufgreifen, z.B. „nachhaltiges Reisen“, „nachhaltiges Badezimmer“, „nachhaltig leben“ usw.. Ein Board mit dem Titel „Keller Ideen“ passt da nicht rein. (Natürlich kannst Du dieses Board dennoch bespielen, setze es dann aber gern auf „geheim“.). Auf den ersten Blick muss deutlich werden, welcher Nische Dein Profil zugeordnet werden kann.

#3 SEO-Optimierung des Profils

Ich kann es nicht oft genug sagen: Pinterest ist kein soziales Medium, es ist eine visuelle Suchmaschine. Du kannst die Antwort auf die Suchanfragen der Pinterest Nutzer nur dann sein, wenn Du die relevanten Keywords in Deinem Profilnamen, in den Boardtiteln und Boardbeschreibungen sowie auch in den Pins platziert hast. Wie eine erfolgreiche Keywordrecherche und die anschließende SEO-Optimierung funktioniert, erfährst Du, wenn Du Dich hier einträgst:

 

Sichere Dir meine 5 ultimativen Tipps zur SEO-Optimierung bei Pinterest:

#4 Content mit Mehrwert

Die Grundvoraussetzung, um Pinterest für das eigene Unternehmen nutzen zu können, ist regelmäßig neuer Content. Das können Blogbeiträge, Podcastepisoden oder Produkte in einem Shop sein.

Die Nutzer sind bei Pinterest unterwegs, weil sie sich Inspiration wünschen. Sie haben ein Problem und benötigen eine Lösung.

Pinterest möchte mit seinen Inhalten seine Nutzer also inspirieren, sie auf Ideen bringen und ihnen Problemlösungen vorstellen.

Um das zu ermöglichen, sollte Dein Content Mehrwert bieten. Dein Blogbeitrag, Deine Podcastepisode oder Dein Produkt hat immer das Potenzial, die Antwort auf die Suchanfrage der Pinterest Nutzer zu sein. Nutze es, indem Du Content mit Mehrwert bietest. Sei Du die Antwort auf ihre (Suchan-)Frage!

#5 Neu ist immer besser

Pinterest möchte inspirieren und versteht sich als Ideengeber. Neue Ideen und Inspiration entstehen nur bei neuen Inhalten. Daher ist es für Dein Pinterest Marketing von großer Bedeutung, dass Du neuen Content streust.

Und so funktioniert es:

  • Im optimalen Fall erstellst Du regelmäßig neuen Content und mehrere, ansprechende Grafiken dazu, die Du bei Pinterest pinnst. Hier hast Du also einen neuen Beitrag mit einem neuen Link und neuen Grafiken. PERFEKT!
  • Als eine abgeschwächte Variante von neuem Content werden auch neue Grafiken zu einem bereits bestehenden Beitrag angesehen. Hier hast Du also einen alten Beitrag mit einem alten Link, aber neuen Grafiken.

Vermeide es also, Deine bisherigen Grafiken immer und immer wieder zu verwenden.

#6 Analyse ist alles

Ok, ich gebe es zu: Ich bin ein kleiner Analysejunkie 😀 So auch bei Pinterest. Die Pinterest Analytics zeigen Dir, welche (eigenen und fremden) Beiträge besonders erfolgsreich sind. Ich orientiere mich dabei immer an den Linkklicks (bitte im Dropdown-Menü auswählen), weil es schließlich das ist, was Traffic für Deine Webseite bedeutet. Hier ein Beispiel: 

Wenn Du merkst, dass ein Beitrag besonders gut ankommt, erstelle gern neue Grafiken dazu und neue Inhalte, die daran anlehnen. Du kannst Dich auch an den erfolgreichen fremden Pins orientieren und ähnliche Inhalte erstellen, da es scheinbar für Deine Zielgruppe relevant ist.

#6 Tailwind für automatisiertes Pinnen nutzen

Ich bin ein großer Freund von Effizienz und Automatisierung. Daher nutze ich für meine Kunden sehr gern das Planungstool Tailwind, dass du zum automatisierten Pinnen nutzen kannst. Du sparst enorm viel Zeit im Vergleich zum manuellen Pinnen.

#7 Mehr Reichweite durch relevante Gruppenboards

Gruppenboards sind ein wichtiges Instrument, um bei Pinterest organisch zu wachsen und Reichweite zu gewinnen. Nutze es aber mit Bedacht! Bespiele nur nischenrelevante anstatt „Kraut & Rüben“-Gruppenboards ohne erkennbares Kernthema. Relevanz vor Anzahl!

#8 Variiere Dein Pindesign und – format

Dein Pindesign sollte Deine Marke widerspiegeln. Deine URL, Dein Logo und Deine Keycolor sollten auf Deinen Pins einen Wiedererkennungswert schaffen. Ich nutze in der Regel mehrere unterschiedliche Designs. Pinterest lebt aber auch von Inspiration, daher rate ich, regelmäßig das Design zu ändern, um frischen Wind reinzubringen.

Auch bei den Pinformaten kannst Du variieren. Mit „normalen“ organischen Pins über Giraffenpins und Videopins bis hin zu Storypins kannst Du die Pinterestnutzer inspirieren. Mehr Informationen zu den unterschiedlichen Formaten findest Du in meinem Blogbeitrag „Top 5 Pinterest Pin Formate, ihre Maße & Einsatzmöglichkeiten“.

 

Sichere Dir meine 5 ultimativen Tipps zur SEO-Optimierung bei Pinterest:

#9 Nutze Rich Pins

Rich Pins bieten zusätzliche Details zu Pins und aktualisierte Informationen von Webseiten, von denen sie stammen. Du erkennst sie an den zusätzlichen Informationen über und unter dem Bild in der Großansicht und dem fetten Titel im Feed. Es gibt verschiedene Arten von Rich Pins: Artikel, Produkt und Rezept Pins. Mit Rich Pins hast Du eine zusätzliche Möglichkeit, noch mehr Keywords zu platzieren.

Exkurs

So richtest Du Rich Pins mit Hilfe des Plugins „Yoast SEO“ ein (Kurzanleitung):

  1. Installiere das Plugin „Yoast SEO“ über das Backend Deiner WordPress Webseite, falls Du es noch nicht installiert hast, und aktiviere es.
  2. Links in der Seitenleiste findest Du den Menüpunkt „SEO“. Dort navigierst Du innerhalb des Untermenüs zum Punkt „Social“.
  3. Oben findest Du vier Reiter: Konten, Facebook, Twitter, Pinterest. Dort klickst Du auf „Facebook“.
  4. Der oberste Punkt lautet „Open Graph Meta Data“ hinzufügen. Stelle hier sicher, dass diese Funktion aktiviert ist.
  5. Als letzten Schritt muss Pinterest die Rich Pin validieren. Dafür nutzt Du den Rich Pin Validator. In das Eingabefeld des Rich Pin Validators gibst Du den Link zu einem beliebigen Blogbeitrag an und klickst auf „Validate“. Wenn alles geklappt hat, bekommst Du folgende Erfolgsmeldung:

#10 Binde eine Pingrafik in Deinen Blogeintrag ein

Pinterest ist keine Einbahnstraße. Es können nicht nur Pins bei Pinterest gepinnt werden. Es ist ebenso möglich, Bilder von Webseiten zu pinnen. Und da Du sowieso schon Pinterest Marketing betreibst, hast Du die entsprechenden Pingrafiken bereits erstellt.

Wähle eine Pin-Grafik aus, lade sie in der Mediathek bei WordPress hoch und bette sie im Blogbeitrag an der gewünschten Stelle ein.

Mit dem (DSGVO-konformen) Plugin „Shariff Wrapper“ kannst Du nun ein Bild speziell für Pinterest vorgeben. Der Vorteil ist, dass die Grafik, die Du einbindest, die optimalen Maße für Pinterest aufweist. Wenn jemand Deinen Beitrag bei Pinterest pinnen möchte, hat er genau die von Dir erstellte Pingrafik auf seinem Board direkt von Deiner Webseite gepinnt.

Hier ein Beispiel:

Sichere Dir meine 5 ultimativen Tipps zur SEO-Optimierung bei Pinterest:

Fazit

Mit strategischem Pinterest Marketing ist die visuelle Suchmaschine eine echte Traffic Granate. Alle Tipps für organischen Erfolg bei Pinterest im Überblick:

  1. Ziel festlegen
  2. Nische festlegen
  3. SEO-Optimierung des Profils
  4. Content mit Mehrwert
  5. Neuer Content ist immer besser
  6. Tailwind für automatisiertes Pinnen nutzen
  7. Mehr Reichweite durch relevante Gruppenboards
  8. Variiere Dein Pindesign und – format
  9. Nutze Rich Pins
  10. Binde eine Pingrafik in Deinen Blogeintrag ein

Hast Du noch einen ergänzenden Tipp? Ich freue mich auf ihn im Kommentar 🙂

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